Arbeiten 2015

Malerei

Nördlich der Alpen entwickelte sich während des 16. Jahrhunderts das Sujet des „Tierstücks“.

Dürers Feldhase von 1502 ist zu einer Ikone geworden und regte nicht nur Josef Beuys zu eigenen Werken an.

Die gewachsene Bildung breiter Schichten des Bürgertums und ihr Interesse für Natur- und Völkerkunde hatten zur Folge, dass sich Tiermalerei und das Tierstillleben im 19. Jahrhundert zu einem eigenständigen Genre entwickelte. Die Malerei diente als Ersatz für die Fotografie aber ermöglichte auch die Inszenierung dramatischer Stillleben.

In Moderne sowie der Gegenwart interessieren Form, Farbe und Dynamik mahr als ein wissenschaftlicher Aspekt. Die Künstler versuchen durch Tierdarstellungen Gefühle zu transportieren. Der Formenreichtum und die unendliche Vielfalt der Tierwelt werden zum ewigen Fundus.

Freilich spielt auch die Gefährdung unserer Natur eine Rolle. Denn durch die Darstellung derselben bezeugt der Künstler seine Achtung vor ihr.

Arbeiten auf Papier

Sommerfalterbild 2015 Mischtechnik 32,7 x 48,5 cm

Sommerfalterbild | 2015 | Mischtechnik | 32,7 x 48,5 cm

Um sich einem Motiv oder einer Komposition anzunähern, aber auch um gestalterische Möglichkeiten auszuloten benutzt der Künstler als Trägermaterial Papier. Das spielerische ertasten bildnerischer Möglichkeiten wird in verschiedener Techniken praktiziert. Sie sind das Instrumentarium.

Das Palimpsest – also die Verwendung benutzten Papiers – darf als ein Markenzeichen von Gatzemeier betrachtet werden.

Diese Arbeiten sind als Pigmentdruck in einer Auflage von 75 Exemplaren und in einer kleinen unlimitierten Edition bei dem Soll und Haben Verlag sowie den mit dem Künstler verbunden Galerien erhältlich.

Grafik

Das Detail – aber auch die eigene formale Erfindung über die Vorgabe der Natur hinaus – steht bei den Grafiken des Zyklus „Butterflies and other insects“ im Vordergrund. Nicht die fotografisch genaue Abbildung, sondern das ästhetische Ergebnis und die bildhafte Wirkung interessieren den Künstler.

Die Drucktechnik mit lichtechten Pigmenten ermöglicht nie dagewesene Möglichkeiten. Der Farbauftrag erscheint greifbar und die Darstellung bekommt auf der „Ebene“ des Papiers Volumen und erscheint unaufdringlich dreidimensional.

Die Grafiken sind auf hochwertigen Hahnemühle Papier gedruckt und limitiert beim Soll und Haben Verlag und in den mit Thomas Gatzemeier verbundenen Galerien erhältlich.