Arbeiten 2010

Malerei

Wenn Picasso meint „Die Kunst ist niemals keusch.“ stimmt das.

Allerdings ist nicht jeder dargestellte nackte Körper erotisch. Sinnlich meint die Wachheit der Sinne. Man wird durch die Schönheit von Dingen in einer positiven Form angesprochen. Im Gegensatz zur Lust, meint der Philosoph Ludwig Feuerbach, ist die Sinnlichkeit ein emanzipatorisches Gegenbild zur triebgesteuerten Lust. Oft verwechselt die breite Öffentlichkeit Sinnlichkeit mit Lust oder gar Pornografie.

Durch die allgemeine Verfügbarkeit von Nacktheit sind die Grenzen der Wahrnehmung verwischt. Bestimmte unaufgeklärte Kreise des Feminismus und der klerikalen Gesinnungsbürokratie greifen bis heute Kunst und Künstler, die sich mit dem nackten Menschen, also der Schöpfung, beschäftigen an. Im Übrigen ist auch Erotik ein legitimes Thema der Kunst wenn auch in den Aktbildern der letzten Jahre von Gatzemeier nicht vordergründig gemeint.

Arbeiten auf Papier

Thomas Gatzemeier | Traumfleckfrau | 2010 |

Thomas Gatzemeier | Traumfleckfrau | 2010 | Mischtechnik auf Konstuktionsblatt | 23,5 x 31,7 cm

Thomas Gatzemeier | Vier Grazien | 2010 |

Thomas Gatzemeier | Vier Grazien | 2010 | Mischtechnik auf Kontopapier | 24,2 x 32,5 cm

Thomas Gatzemeier | Spiel | 2010 | Mischtechnik auf Kontopapier | 33,2 x 24,4 cm

Thomas Gatzemeier | Spiel | 2010 | Mischtechnik auf Kontopapier | 33,2 x 24,4 cm

Literatur

Mehr zu dem Roman – Der Sekretär – Rezensionen und Beschreibung auf Soll und Haben Verlag.

Gatzemeier: Der Sekretär – Roman.

Ein Buch, das ein halbes Jahrhundert deutscher Geschichte entlang an dem bis zum Zerreißen gespannten Lebensfaden eines Mannes erzählt, der selten weiß, was er will, und deshalb lieber das tut, was man ihm sagt, der sein Auskommen haben und mitmachen möchte, während des Nationalsozialismus ebenso wie in der DDR. Die Tragikomödie eines Karrieristen, der gerade weil er zeitlebens den Kopf oben haben will, ihn am Ende verlieren muss, der mit dem Strom schwimmt und dennoch untergeht. Ihm entgegen schwimmen, hocherhobenen langhaarigen Hauptes, einige Unangepasste der 70er Jahre DDR-Jugendszene. Ihnen ist die freudlose kleinbürgerliche Erbärmlichkeit und Enge, die sich hinter den bunt bemalten Transparente und Wimpeln des real existierenden Sozialismus verbirgt, zutiefst zuwider. Statt dem verordneten Fröhlich sein und singen – der Zukunft zugewandt – All along the Watchtower : Jimmy Hendrix hat auch östlich der Elbe sein Werk getan!