Thomas Gatzemeier wurde am 21. Dezember 1954 im sächsischen Döbeln geboren.

Nach der mittleren Reife begann er ein Lehre als Schrift und Plakatmaler (heute mit Grafikdesign zu vergleichen). Nach dem Grundwehrdienst und der vorzeitigen Entlassung aus der Armee, arbeitete Gatzemeier als Steinmetzgehilfe und und entwarf unter anderem Grabsteine.

Ab Setember 1975 studierte er Malerei und Grafik an der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst zu Leipzig. Seine Lehrer waren Arno Rink und Volker Stelzmann. 1980 beendete er sein Studium und ist seit dem freier Künstler.

Nach Konflikten mit den Machthabern und einem Ausstellungsverbot verlies er 1986 die DDR.

Er wohnt und arbeitet vorwiegend in Karlsruhe hielt sich aber auch längere Zeit in Zürich und nahe Worpswede auf. Nach 1989 war er häufig zu temporären Arbeitsaufenthalten in Leipzig, wo er von 2006 bis 2015 auch ein weiteres Atelier betrieb.

2002 arbeitete Gatzemeier ein Jahr lang an einem 60qm großen Altarbild in der Marienkirche Crailsheim – Onolzheim.

Sein malerisches Werk umkreist – stilistisch nicht gebunden – immer wieder den weiblichen Leib, ist an der Natur orientiert und mit der Tradition des gegenständlichen Abbildes verbunden. Auch wenn diese Gegenständlichkeit in früheren Werkphasen abstrahiert wurde, gründete sie immer auf explizit organischen Formen.
Seit 1987 stellt Gatzemeier in Galerien, Kunstvereinen und Museen aus.
Zahlreiche Werke befinden sich in renommierten Sammlungen des In- und Auslandes.

Literarisches Werk: Der 1983 begonnene Roman „Der Sekretär“ erschien 2010. Danach gab er einen schmalen Band mit Erzählungen “Der Uneinsichtige” heraus. Im Frühjahr 2012 folgte der Roman „Morgen, morgen wird alles zum guten Ende kommen.“ 2014 erwirbt der Mitteldeutsche Verlag die Rechte an dem Roman und bringt ihn in einer durchgesehenen Auflage als Taschenbuch heraus.

Er lebt und arbeitet zur Zeit in Karlsruhe.

Eintrag auf WIKIPEDIA

Der Maler die Stasi und das Vaterland – ein Dokumentarfilm des SWR von 1999

Ein Film für das Kunstprogramm der AIDA Cruises 2011 im alten Leipziger Atelier produziert.